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Massenfluss – der Schlüssel zur Verhinderung von Problemen im Silo
Immer häufiger wird im Zusammenhang mit der Lagerung von Schüttgütern in Silos vom Massenfluss gesprochen. Tatsächlich reduziert Massenfluss im Silo sämtliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Lagerung, Austragung, Dosierung von Schüttgütern.
Das Gegenteil von Massenfluss ist der in der Praxis häufig auftretende Kernfluss.
Was genau Massenfluss ist und welche Vorteile sich daraus ergeben erfahren Sie aus der nachfolgenden Gegenüberstellung von Kernfluss und Massenfluss.
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Massenfluss
Definition: Der gesamte Siloinhalt ist in Bewegung.
Es existieren keine (oder allenfalls minimale) Totzonen. (=ruhende Schüttgutzonen)
Kennzeichen: Die Schüttgutoberfläche senkt sich nahezu
gleichmäßig ab.
Technologische Auswirkungen:
» First in – first out (zuerst eingefülltes Schüttgut
wird zuerst ausgetragen) » Meist gleichbleibende Qualität des Schüttgutes. » Gefahr des erhöhten Wandabriebs im
Trichterbereich
bei abrasiven Schüttgütern » Voraussetzung für entmischungsfreie Entnahme
(in Verbindung mit geeigneter Austragung)
Statische Auswirkungen: Spannungsspitzen im Trichter, bei manchen Schüttgütern kommt es zu Schwingungen oder Hupgeräuschen
Behältergestaltung: Steiler Trichter – Nachteil: größere Bauhöhe bei
gleichem Siloinhalt
Kosten: Investitionskosten: durch
höheren Materialverbrauch in der Fertigung
etwas höher - jedoch: die Auslauföffnung
kann bei Massenflusssilos im Vergleich immer
kleiner gewählt werden, dadurch sind
Einsparungen beim Kauf des Austraggerätes realisierbar;
Betriebskosten: stabil durch Vermeidung typischer Problemfelder
und eher gleichbleibende Schüttgutqualität
Tipp: Berücksichtigen Sie die Eigenschaften Ihrer Schüttgüter. Daraus errechnet sich die optimale Trichterneigung die im wesentlichen für
Massenfluss verantwortlich ist
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Kernfluss
Definition: Es existieren ruhende Schüttgutzonen im
Wandbereich. Schüttgut ist nur in der Silomitte
im Fluss.
Kennzeichen: Ausbildung eines Schlotes (bei Blick in das Silo
von oben sichtbar)
Technologische Auswirkungen:
» Last in – first out: zuletzt eingefülltes
Schüttgut wird zuerst ausgetragen » Häufig Minderung der Schüttgutqualität
(Kornverteilung, Kornform,
Lebensmitteltauglichkeit, Löslichkeit,
Dispergierbarkeit..) » Gefahr der Verhärtung von stagnierenden
Zonen – Verminderung des aktiven
Silovolumens » Bei Schüttgütern die bei der Befüllung
horizontale Schichten im Silo bilden
(Entmischung), führt Kernfluss zu
unterschiedlicher Kornverteilung am Auslauf
Statische Auswirkungen: Wandernde Kernflusszonen bewirken schwankende oder höhere Biegemomente auf die Silowände;
Behältergestaltung: Flacher Trichter – Vorteil: geringere Bauhöhe bei gleichem Siloinhalt
Kosten: Investitionskosten: durch geringeren
Materialverbrauch in der Fertigung etwas geringer
Betriebskosten: häufig Mehraufwände durch verminderte Funktionssicherheit (im worst case kommt es zu Produktionsausfällen)oder unzulässige Qualitätsminderung des Schüttgutes
Tipp: Silos mit schlitzförmigem Auslauf neigen weniger
zu Kernfluss als Silos mit kreisförmigem Auslauf! |
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Die richtige Silogeometrie ist also Voraussetzung für Massenfluss.
Um Massenfluss tatsächlich sicherzustellen muss zusätzlich das Schüttgut über die gesamte Abzugsfläche gleichzeitig und gleichmäßig Entnommen werden.
Welche Austragsysteme zur Erfüllung dieser Funktion am wirtschaftlichsten sind, entscheidet sich durch die Eigenschaften des Schüttgutes und die nachfolgenden Anwendungen oder Prozesse.
Häufig ist die Sicherstellung von Massenfluss mit einem erheblichem finanziellen Mehraufwand verbunden.
Es ist daher im Einzelfall notwendig die Kosten dem Nutzen gegenüberzustellen.
Bei schwierigen Schüttgütern, kann der Verzicht auf Massenfluss allerdings erhebliche Schwierigkeiten, bis zum Austragsstillstand verursachen.
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