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Geroldinger realisiert Anlage für französische Papierfabrik

Schwierige Schüttgüter: Geroldinger baut neue Anlage für Biomassekraftwerk

Das Handling von schwierigem Schüttgut stellt hohe Ansprüche sowohl an das Engineering als auch an die technische Umsetzung von Schüttgutanlagen. Das österreichische Unternehmen Geroldinger ist als Schüttgut-Spezialist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Kürzlich realisierte der Innviertler Anlagenbauer eine Schüttgutlogistik-Anlage mit der Bertsch Energy, einem der führenden Unternehmen im Kraftwerksbau -Endkunde war eine französische Papierfabrik. Die Brennstofflagerung und -dosierung für das Biomassekraftwerk wurde von Geroldinger geliefert. Dank ausgereifter Technik von Geroldinger ist auch bei besonders schwierigem Schüttgut ein sicherer und präziser Transport, Lagerung, Austrag und Dosierung garantiert.

Biomasse ist als Brennstoff auch in der industriellen Verwendung auf dem Vormarsch. Die ökonomischen und ökologischen Vorteile des erneuerbaren Energieträgers veranlassen immer mehr Unternehmen dazu, auf diese Art der Strom- und Wärmeproduktion umzusteigen.

 

Herausforderung schwieriges Schüttgut

Seit 1972 hat das oberösterreichische Unternehmen seinen Ruf als Experte für das Handling schwieriger Schüttguter kontinuierlich ausgebaut - und konnte diesen guten Ruf erst kürzlich wieder unterstreichen. Die Vorarlberger Firma Bertsch Energy, ein führendes Unternehmen im Kraftwerksbau, beauftragte Geroldinger mit dem Bau einer Schüttgutlogistik-Anlage für ein Biomassekraftwerk. Endkunde ist eine französische Papierfabrik.

Die von Geroldinger errichtete Gesamtanlage soll Strom und Wärme aus Biomasse erzeugen. Beim Energieträger handelt es sich um Wurzelstöcke, Hackschnitzel und Rinde mit 30 bis 55 Prozent Wasseranteil. Diese Energieträger sollten erst in einem Silo zwischengelagert und anschließend richtig dosiert dem Verbrennungsprozess zugeführt werden. Die Anforderungen an die Gesamtanlage waren dabei sowohl die Abdeckung des sehr rasch schwankenden Bedarfs an Dampf als auch der schwer beherrschbare Brennstoff.

 

Besondere Anforderungen ans Engineering

Die Biomasseanlage stellte besondere Anforderungen an den Logistikbereich. Zum einen hatte man es mit einem extrem schlecht fließenden Brennstoff zu tun, der rasch wechselnde Eigenschaften und eine hohe Neigung zur Brückenbildung aufweist. Zum anderen muss auf eine stabile Dosierung mit hoher Konstanz und eine rasche Anpassung an geänderte Bedarfsmengen genauso geachtet werden wie auf hohe Korrosions- und Verschleißfestigkeit.

Die Hauptteile der Anlage für das französische Biomassekraftwerk bestehen aus einer Brennstofflagerung und - dosierung, einem Dampfkessel mit integrierter Wirbelschichtfeuerung, einer Rauchgasreinigung und dem Kesselhaus. Geroldinger lieferte die Brennstofflagerung und - dosierung, ein Puffersilo mit einer Pufferung von 100 m3, eine gravimetrische Dosierung und eine gleichmäßige Verteilung auf zwei Ofeneinlässe.

 

Acht-Eckiger Multigonsilo garantiert optimale Lagerung

Die Problemstellung für die Frage der Lagerung löste der Schüttgut-Experte durch den Bau eines Multigonsilos. Die acht-eckige Bauweise des in den 1970er Jahren von Geroldinger entwickelten Multigonsilos garantiert eine optimale Nutzung der verfügbaren Grundfläche. Dadurch erreicht der Multigonsilo bei gleichen bauseitigen Bedingungen bis zu doppelt so viel Nutzvolumen wie ein Rundsilo. Durch den hohen Isolierwert wird die Feuchtigkeitswanderung minimiert, die flexiblen Wände verhindern Schichtenbildung. Ein weiteres Plus: Durch die Modulbauweise kann der Multigonsilo einfach und kosteneffizient transportiert werden.

 

"Oszillomat": Vorteile

Die ideale Ergänzung für den Multigonsilo ist das bewährte Austragssystem "Oszillomat". Durch seine, genau auf das jeweilige Schüttgut ausgelegte Austragsöffnung kann das Oszillomat-System jegliche Störungen im kontinuierlichen Materialfluss verhindern. Das Oszillomat-System unterscheidet sich von anderen Systemen auch durch das Fehlen von Vibration, Luftauflockerung und umlaufender Drehbewegung. Durch die hin- und hergehende Bewegung der Oszoillomatbalken ist ein sicherer Austrag der Wurzelstöcke, Hackschnitzel und Rinden aus dem Silo zu jeder Zeit gewährleistet.

Die verschiedenen Hölzer müssen in einer genau definierten Menge dem Verbrennungsprozess zugeführt werden. Deshalb wurde in einem nächsten Schritt eine gravimetrische Dosierung samt Förderschnecken vorgesehen.

Ein optimaler und störungsfreier Betrieb der Gesamtanlage ist somit zu jeder Zeit garantiert.


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